Nostalgie und Ernüchterung
Mittwoch, 28. Februar 2007, 17:09 Uhr
Abgelegt unter: Allgemein, Film und Fernsehen

Wenn ich mir von irgendeiner TV-Serie eine DVD-Box mit einer kompletten Staffel kaufe, steht diese nicht lange ungesehen im Regal herum. Für eine Staffel “South Park” oder “The Simpsons” benötige ich in der Regel kaum mehr als drei Tage, dann muss bereits sehnsüchtig auf das Erscheinen der nächsten Box warten. Sollte ich allerdings mehr Zeit zum vollständigen Anschauen benötigen, ist wohl irgendetwas nicht in Ordnung.

Mondbasis Alpha 1Um die Serie “Mondbasis Alpha 1″ (”Space: 1999″) kam man 1977 und 1978 eigentlich kaum herum. Sonntags wurden die neuesten Abenteuer angeschaut und am Montag wurde auf dem Pausenhof fachmännisch darüber diskutiert. Panini hatte zu dieser TV-Serie Sammelbildchen und ein dazugehöriges Album herausgebracht, dessen Highlight unumstritten die dreigeteilte Seitenansicht eines “Adlers” war. Man konnte sich glücklich schätzen, wenn man dieses Triptychon tatsächlich irgendwann einmal komplett beisammen hatte. Hätte ich damals nicht mein ganzes Taschengeld in die Panini-Bilder gesteckt, würde mir heute wahrscheinlich eine mittelgroße Yacht in Saint-Tropez gehören. Tja, so kann es kommen. A popos “Adler”: Der absolute König in Sachen Mondbasis-Merchandising war übrigens mein Klassenkamerad Volker B., der ein Metallmodell des ameisenhaften Raumschiffs sein Eigen nennen durfte. Oh, was habe ich ihn beneidet! Gut erhaltene Exemplare gehen heute bei eBay für unglaubliche Beträge von Sammlerhand zu Sammlerhand.

Im Dezember letzten Jahres besorgte ich mir also alle vier DVD-Boxen und steigerte mich in eine wonnige Vorfreude hinein. Diese kühlte sich jedoch recht schnell wieder ab, als ich die erste Episode vor die Äuglein bekam. Meine Güte, war “Mondbasis Alpha 1″ tatsächlich einer der ganz wichtigen TV-Höhepunkte meiner zarten Jugend? Gab es seinerzeit wirklich nichts Besseres in der Glotze? Ich war ziemlich verwirrt und gönnte mir gleich im Anschluss noch die zweite Episode – Es war keine Besserung in Sicht. Der Zauber der Vergangenheit war verflogen.

Inzwischen habe ich es in den vergangenen zweieinhalb Monaten immerhin geschafft, die ersten vier der sechzehn DVDs komplett anzuschauen. Zwar konnte ich mich in der Zwischenzeit ein wenig mehr in in die Serie ‘hineinfinden’, aber der berühmte Funke ist trotzdem nicht übergesprungen. Da drängt sich natürlich unweigerlich die Frage auf, warum das so ist.

Es ist natürlich klar, dass ich mich in den letzten 30 Jahren verändert habe. Ich steuere meinen Medienkonsum inzwischen gezielter und kritischer. Außerdem konnte ich im Lauf dieser Jahre Unmengen von Filmen und Serien anschauen, um “Mondbasis Alpha 1″ qualitativ besser beurteilen und einordnen zu können. Natürlich darf man als Messlatte nicht die aktuellsten Multimillionen-Dollar Blockbuster anlegen. Das wäre nicht sonderlich fair und würde unter dem Strich auch nur zu einem völlig verzerrten Ergebnis führen. Letztendlich bedarf es aber keiner besonders großen Mühe, um die hauptsächlichen Kritikpunkte von “Mondbasis Alpha 1″ zu erkennen, denn diese sind recht offensichtlich.

Aus heutiger Sicht gefällt mir z.B. der gesamte Look nicht besonders. Der Fairness halber muss aber gesagt werden, dass er seinerzeit natürlich “up to date” war. In den Kostümen spiegelt sich auf wunderbare Weise die Mode der 70er Jahre wider. Die Uniformen der Alpha-Besatzung setzen sich aus Schlaghosen, hautengen Pullovern und breiten, transparenten Plastikgürteln zusammen, an denen plumpe Allzweckgeräte zur Kommunikation und Fernsteuerung der automatischen (und somit eigentlich halbautomatischen) Türen klemmen. Die linken Ärmel der Pullis sind farbig abgesetzt und werden von einem durchgehenden und völlig zweckfreien Reißverschluss zusammengehalten. An den roten Raumanzügen mit den gelben Helmen für den Außeneinsatz kann man eigentlich nicht herummäkeln. Wenigstens in der Kälte des Alls machen unsere Helden modisch noch eine ganz gute Figur. Außerdem verdecken die Helme die grauenvollen Koteletten, mit denen sich die Herren der Basis schmücken, um damit ihre Abstammung vom Affen deutlich zu unterstreichen. Notfalls können sie mit ihrer stattlichen Gesichtsbehaarung auch komplette Zimmerwände streichen – Prof. Victor Bergman (Barry Morse) ist mit seinen extremen Sideburns sicherlich ein gefragter Maler auf der Basis.

Die Außerirdischen wollen da natürlich nicht zurückstehen und laufen in der Serie normalerweise in wallenden Glitzergewändern herum. Weibliche Aliens kommen auch schon mal in knappen Minikleidchen daher. Dass deren Haut oft einen spacigen Metallic-Anstrich hat, versteht sich ja fast schon von selbst. Ihre Heimatplaneten und die Innenausstattungen ihrer Raumschiffe haben wohl schon aus Prinzip irgendwo ein Leck in der Trockeneis-Pipeline, denn dicker Bodennebel ist dort allgegenwärtig als gelte es, die Plastik- und Pappmaché-Dekoration des Studios möglichst (im wahrsten Sinne des Wortes) effektiv zu verbergen.

Aber auch auf dem Mond hat man die Zeitschrift “Schöner Wohnen” ganz offensichtlich nicht abonniert. Billiges Plastik überall – Die Bestuhlung in der Kommandozentrale wurde mit ziemlicher Sicherheit im Gartencenter eines Baumarkts eingekauft. Der Computer und die technische Ausstattung wurden aus ausgemusterten Schwarzweiß-Fernsehern, Registrierkassen und Atomkraftwerken der ersten Generation zusammengeschustert. Ergonomische Gesichtspunkte wurden dabei völlig außer Acht gelassen: Beschriftungen auf Tasten und Reglern sind eher selten zu finden und wenn man irgendwo auf einen Knopf drücken will, muss man sich dafür ziemlich strecken – Ein Kontrolleur der zuständigen Berufsgenossenschaft würde sich bei einem unangekündigten Besuch verzweifelt die Haare raufen.

Das ließe sich ja alles noch ertragen, wäre da nicht ein zentraler Dreh-, Angel- und Knackpunkt, der einem als ultimative Spaßbremse die Freude an der Serie nimmt: Commander John Koenig (Martin Landau)! In der Geschichte des Science Fiction Films dürfte diese unsympathische Gestalt in leitender Position (auf der Seite der Guten, wohlgmerkt!) einzigartig sein. Zwar ist der Umgang auf der Mondbasis recht locker, aber wenn der Commander sich etwas in den Kopf gesetzt hat, ist Schluss mit der Vertraulichkeit. Da wird auch schon mal ein Subalterner lautstark zusammengeschissen, weil dem hohen Herrn irgendetwas nicht schnell genug geht. Damit ein bisschen mehr Spannung aufkommt, setzt er sich häufig über die Ratschläge seiner untergebenen Schergen hinweg. So kommt es in vielen Episoden vor, dass er zwar der Form halber nach anderen Meinungen fragt, aber nur, um diese anschließend mit einem gegenläufigen Befehl zu konterkarieren. Für die Rettung einer einzelnen Person setzt er oftmals das Leben seiner gesamten Mannschaft aufs Spiel. Natürlich ahnt der Zuschauer, dass diese fragwürdigen Entscheidungen den guten Ausgang der Episode garantieren. Allerdings würde das Verhalten des Commanders, wäre die Mondbasis real, mit Sicherheit binnen kürzester Zeit zu einer handfesten Meuterei führen: “Ab in die Luftschleuse und raus mit dem Arschloch!”

Und es ist natürlich nicht weiter verwunderlich, dass John Koenig bei seinem despotischen Treiben lediglich zwischen zwei Gesichtsausdrücken hin- und herwechselt – Entweder erweicht seine steinerne Mine zu nachdenklicher Besorgnis oder zu feindseligem Misstrauen. Ein Lächeln quält er sich höchstens heraus, wenn Dr. Helena Russell (Barbara Bain) mal nett zu ihm ist. In diesem Fall verraten seine Mundwinkel, was sich im Schritt abspielt.

Nun ist Martin Landau aber spätestens seit Tim Burtons “Ed Wood” wieder vollständig rehabilitiert. Seine Darstellung des alternden Bela Lugosi ist ein Beleg dafür, dass ein hervorragender Schauspieler in ihm steckt. Das Problem ist nur, dass dieses Potenzial in “Mondbasis Alpha 1″ nicht annähernd zu erkennen ist. Und so muss ich mich also noch durch zwölf weitere DVDs mit drögen Weltraumabenteuern quälen.

“Der Koenig ist schuld – Lang lebe der Koenig!”



Haarewaschen – Gefahr im Bad!
Montag, 26. Februar 2007, 16:35 Uhr
Abgelegt unter: Allgemein, Merkwürdigkeiten

Ich mag ja nun nicht unbedingt irgendeinem Schönheitsideal entsprechen. Ja, mein augenblicklich wuchernder Vollbart lässt mich sogar eher wie einen Penner aussehen, aber es gibt eine Regel in Sachen Körperpflege, die ich strikt einhalte: Ohne geputzte Zähne und gewaschene (Rest-)Haare gehe ich nicht aus dem Haus. Was gibt es Peinlicheres als mit meterdickem Zahnbelag auf der Kauleiste und einem Fettkopp an der Supermarktkasse zu stehen? Ok, die Steigerung wären dann noch ein Jogginganzug auf den Knochen und Badeschlappen an den Füßen, aber so tief bin ich in meinem Leben, Gott sei Dank, noch nie gesunken.

Das Zähneputzen ist noch eine recht ungefährliche Angelegenheit. Zwar habe ich mir in der Vergangenheit die Zahnbürste auch schon mal schmerzhaft in den Gaumen gerammt oder mir damit im völlig übermüdeten Zustand beinahe ein Auge ausgestochen, weil ich den Mund verfehlt habe, aber grundsätzlich lebt man bei der Zahnpflege noch relativ ungefährlich. Es sei denn, man läuft beim Putzen durch die Gegend, stolpert und nagelt sich beim Sturz die Bürste in die Luftröhre oder hebelt sich damit die Schneidezähne aus (oder beides in Kombination). Ich will den Teufel ja nicht an die Wand malen…

Beim Haarewaschen lauert jedoch eine ernst zu nehmende Gefahr, vor der ich heute unbedingt warnen möchte. Es geht nicht um das klassische Ausgleiten unter der Dusche oder das berüchtigte Fönen in der Badewanne. Nein, im scheinbar harmlosen Waschbecken lauert ein erhebliches Verletzungsrisiko, wenn nicht gar der Tod.

Manchmal reicht morgens die Zeit nicht mehr zum Duschen. Was tut man also, wenn die Frisur nach dem Schlafen aussieht wie ein zerrupftes Vogelnest mit Schmalzanstrich? Man hängt seine Birne unter den Wasserhahn im Waschbecken. Wer seine Haare auf diese Art wäscht, schwebt in höchster Gefahr!

Die Ausgangshaltung: Die Beine sind leicht gespreizt und ermöglichen so einen stabilen Stand. Der Oberkörper ist, abhängig von Körpergröße und Höhe des Waschbeckens, in einem Winkel von ca. 90° – 115° nach vorn gebeugt. In der Regel hält man sich mit einer Hand am Waschbeckenrand fest, um die ganze Aufstellung abzustützen, die andere Hand erledigt den Waschvorgang – Ganz harte Zeitgenossen verzichten auf das Abstützen und waschen beidhändig, was zwar die Bauchmuskulatur kräftigt, allerdings auch das Verletzungsrisiko enorm erhöht.

Der Kopf, und jetzt komme ich zum Kern, wird irgendwo zwischen Wasserhahn und Waschbeckeninnenseite in der Schwebe gehalten. Und genau hier wird es teuflisch: Der Schädel hängt mit sehr wenig Spielraum zwischen zwei außerordentlich soliden Gefahrenquellen. Wer schon einmal mit einem Waschbecken eins auf die Fresse bekommen hat oder mit einem Wasserhahn auf den Hinterkopf geschlagen wurde, hat wohl sicherlich eine Vorstellung davon, dass diese harmlos anmutenden Gegenstände durchaus gefährlich sein können. Der Schwebezustand des Kopfes zwischen diesen beiden höllischen Teilen stellt also den Ausgangspunkt für eine mögliche Verkettung unglücklicher Bewegungsabläufe dar, die zu schweren Verletzungen oder gar zum Tode führen können.

Das Horrorszenario ist schnell beschrieben: Man wäscht sich die Haare in der oben beschriebenen Körperhaltung. Der Kopf sinkt dabei versehentlich (man bedenke den minimalen Spielraum) so tief in das Waschbecken, dass die Nasenspitze dessen Innenseite berührt. Durch die Berührung wird ein Reflex ausgelöst, der dazu führt, dass der Kopf in einem Ruck nach oben gerissen wird. Die Bewegung findet mit einer enormen Heftigkeit statt, da dabei nicht nur die Nackenmuskulatur, sondern der gesamte Oberkörper zum Einsatz kommt. Dummerweise wird diese Rückwärtsbewegung jäh durch den Wasserhahn unterbrochen, der wie eine perfide Falle über dem Hinterkopf lauert. Es wird eine erneute Reflexbewegung ausgelöst: Diesmal in die Gegenrichtung. Wer sich dabei nicht das Nasenbein bricht oder die Schneidezähne ausschlägt und den Kopf noch rechtzeitig aus der Gefahrenzone ziehen kann, hat das Schlimmste überstanden. Menschen mit weniger Glück, durchlaufen allerdings (mindestens!) noch einen weiteren Reflexzyklus und der Schlamassel beginnt von vorn. Absolute Pechvögel können den Teufelskreis nicht mehr durchbrechen und zermatschen sich in einer tödlichen Oszillation selbst die Birne.

Die Gefahren, die im Bad lauern, sind äußerst bedrohlich. Es erscheint also gar nicht so abwegig, wenn George W. Bush demnächst mit irgendeinem Land einen Krieg vom Zaun bricht, weil es waffenfähige Waschbecken und Wasserhähne produziert. Schaut lieber mal nach, wo eure Badezimmerarmaturen hergestellt wurden. Auf meinen steht überall “Made in Germany” drauf. Ich bewege mich lieber schon mal in Richtung Bunker – Notfalls mit ungewaschenen Haaren.



Update Filmsammlung (25.02.2007)
Sonntag, 25. Februar 2007, 21:10 Uhr
Abgelegt unter: Allgemein, Film und Fernsehen

Mindestens einmal in der Woche muss ich mich an die ungeliebte Aufgabe des Updatens machen. Die Ausbeute ist heute relativ mager. Die geschnittene Fassung von “Andy Warhols Frankenstein” schmerzt ziemlich, aber dafür freue ich mich doppelt und dreifach über “Nobody Knows – Die Kofferkinder”.

Folgende Filme sind neu in der Sammlung:

  1. Kindergarten Cop
  2. Hokuspokus oder Wie lasse ich meinen Mann verschwinden…?
  3. Antikörper
  4. Andy Warhols Frankenstein
  5. Omen II: Damien
  6. Gefühle, die man sieht…
  7. Film ohne Titel
  8. Darf ich bitten?
  9. O Fantasma
  10. Alice’s Restaurant
  11. The Others
  12. Sonntags… nie!
  13. Michael Collins
  14. Frankensteins Braut (1984)
  15. Kinder, Mütter und ein General
  16. Marie – Eine wahre Geschichte
  17. Nobody Knows – Die Kofferkinder
  18. Der Typ vom Grab nebenan… oder Wo die Liebe hinfällt
  19. Melinda und Melinda
  20. Robinson jr.
  21. J.S.A. – Joint Security Area
  22. Schtonk!
  23. Rocky Marciano

Auf “SF zwei” liefen in der letzten Woche “Alarmstufe: Rot” und “Alarmstufe: Rot 2″, die ich mir auf gut Glück noch einmal aufgenommen habe, weil meine Premiere-Aufnahmen geschnitten waren. Die Schweizer haben die Streifen nicht nur uncut, sondern auch noch dt./engl. gesendet! Respekt!

Folgende VCD konnte durch eine DVD ersetzt werden: “Hair”

Für die Statistik:

  • Titel insgesamt = 3243
  • auf (S)VCDs = 473
  • auf DVDs = 2770

…und auf der Festplatte liegen schon wieder 29 Filme zum Brennen bereit. Ächz!

BTW: Beim Aufruf der Listen ggf. die Ansicht im Browser aktualisieren.



Der Universalartikel “nen”
Freitag, 23. Februar 2007, 17:12 Uhr
Abgelegt unter: Allgemein, Genervt!, Merkwürdigkeiten

Wenn ich etwas schreibe, bemühe ich mich in der Regel darum, die Anzahl der Fehler möglichst gering zu halten. Nun bin ich kein Sprachgenie und lange trotz aller Sorgfalt in Sachen Rechtschreibung, Zeichensetzung und Stil auch mal daneben. Darum wird auch dieser Text nicht völlig fehlerfrei sein, wofür ich mich bereits an dieser Stelle demütigst entschuldigen möchte.

Das Streben nach sprachlicher Perfektion ist zwar eine lobenswerte Sache, allerdings muss man es auch nicht übertreiben. Nicht jeder ist Germanist – und selbst Germanisten machen Fehler. Das Sprach- und Bildungsniveau der Menschen ist nun mal unterschiedlich ausgeprägt und man sollte nicht unbedingt den Oberlehrer heraushängen lassen, wenn man zum wiederholten Male in irgendeinem x-beliebigen Forum die klassischen Fehler “währe” oder “Standart” vor die Augen bekommt. Immer daran denken: “Wer ohne Schuld ist…”

Schlimm wird es allerdings, wenn in öffentlich zugänglichen Beiträgen zu erkennen ist, dass die Verfasser der Texte ganz offensichtlich eine sprachliche Degeneration unter Zuhilfenahme von PC und Mobiltelefon durchlebt haben. Es ist natürlich nachvollziehbar und verständlich, wenn sich im Laufe der Zeit in Chats oder beim Schreiben von SMS eine ganz eigene Art der schriftlichen Kommunikation entwickelt hat: Kurz und knapp, damit diese schnell und Zeichen sparend abgewickelt werden kann. Daran wäre ja eigentlich auch nichts auszusetzen, sofern diese Art des Schriftverkehrs auf ihre ursprünglichen Plattformen (Chat, SMS) begrenzt bliebe. Leider ist das nicht so! Inzwischen findet man z.B. in Blogs, Foren, Amazon-Kundenrezensionen usw. unzählige Beispiele dafür, dass Schriftsprache mit einer gesunden Portion “scheißegal, ob’s richtig ist” langsam aber sicher hoffähig geworden ist. Groß- und Kleinschreibung fallen dabei ebenso unter den Tisch wie Satzzeichen. Da werden ungefilterte Textketten direkt aus dem Hirn(?) gezogen und in die Tastatur gekloppt. Bei manchen Schreibern drängt sich einem fast schon der Verdacht auf, dass diese ihre rudimentären Lese- und Schreibfähigkeiten via Fernkurs auf dem Handy erworben haben. Eine Steigerung wäre dann noch das fast unlesbare ASCII-Gekrakel (sog. l33t Speak), in dem Buchstaben durch Zahlen oder Sonderzeichen ersetzt werden, weil damit wohl eine überaus extrovertierte Coolness zum Ausdruck gebracht werden soll. Ich sage euch mal etwas: “3$ 1$7 |_|nc001, 14m3rz!”

Es gibt also genügend Gründe, sich über den allgemeinen Sprachverfall aufzuregen. Das könnte ich auch, aber dann würde ich mich hier zu Tode schreiben. Es gibt allerdings eine ganz spezielle Sache, die mir schon seit ein paar Jahren dermaßen auf die Nüsse geht, dass ich darüber heute einfach mal ein paar Worte verlieren möchte. Es geht um den neuen deutschen Universalartikel “nen”. Ich spreche nicht vom unbestimmten Artikel “einen”, der in seiner abgekürzten Form so wunderbare Sätze wie “Du telefonierst dir noch ‘nen Wolf” möglich macht. Nein, “nen” ist anders, “nen” ist völlig geschlechtsneutral, “nen” tut richtig weh und bringt mich extrem auf die Palme! Auf den ersten Blick kommt dieser Universalartikel ganz offensichtlich maskulin daher, aber er wird infolge seiner Geschlechtsneutralität auch mit femininen oder neutralen Substantiven eingesetzt. Letztendlich verknoten sich einem aber in jeder Erscheinungsform die Synapsen. Ein paar Beispiele gefällig?

  1. * suche nach nen notebook
  2. * Suche: wünschen uns so sehr nen kleines Kätzchen
  3. * nen paar gruselige bilder
  4. * Ich will auch nen Model werden!
  5. * Shaggy bestellt nen Taxi
  6. * wollte mal wieder nen bissel was an meinem Pc machen und wollte mal fragen ob ihr noch nen paar Ideen habt….
  7. *Warum ist nen Pils im Wald?
  8. * ist nen Diesel-Gott anwesend? (bitte nur Fachwissen)
  9. * Jemand nen neues Telefon?
  10. * Hat schon mal jemand nen Punkteabbauseminar besucht ?

Das sieht doch für jeden einigermaßen normal denkenden Menschen zum Kotzen aus, oder? Für mich stellt das wirklich eine der brutalsten Formen der Sprachvergewaltigung dar. Dummerweise hat sich dieses beschissene “nen” schon fast vollkommen etabliert und lässt sich inzwischen selbst in Postings von Autoren finden, die ansonsten ein recht ordentliches Schriftdeutsch an den Tag legen. Schande über Euch! Selbst Bastian Sick hat sich im “Zwiebelfisch” schon darüber ausgelassen.

Wenn das so weitergeht, dann könnte ein Verkaufsgespräch in einer Buchhandlung vielleicht bald so ablaufen:

Buchhändler: “Guten Tag. Was kann ich für Sie tun?”
Kunde: “Yo, Duden!”
Buchhändler: “Die SMS-Kurz-Edition mit 160 Zeichen oder die Nostalgie-Ausgabe auf Papier?”
Kunde: “Ich will nen Buch.”
Buchhändler: “Soll ich es Ihnen einpacken oder möchten Sie gleich hier draufscheißen?”



Semi-Cineast II – Jetzt erst recht!
Donnerstag, 22. Februar 2007, 23:29 Uhr
Abgelegt unter: Allgemein, Bloggen, Film und Fernsehen, Merkwürdigkeiten

Hiermit tue ich kund, dass seit dem heutigen Tage die Domains www.semi-cineast.de und www.semicineast.de einzig und allein dem guten alten Squalus gehören. Letztendlich kommt man über diese Links früher oder später wieder hierher. Ich dachte, ich mache das mal auf die Schnelle publik…

Oh, Domainregistrierungen sind schon eine brandgefährliche Sache. Ich hoffe, dass mir ein gewisser Herr J. deswegen nicht schon wieder mit Anzeige und Anwalt droht (ja, ich weiß, dass Sie hier immer noch mitlesen – höhö!). Beim nächsten Mal lieber erst die DENIC eG konsultieren, gelle!?



Haie und Gewissen
Donnerstag, 22. Februar 2007, 18:16 Uhr
Abgelegt unter: Allgemein, Bloggen

Haifischbecken classicIrgendwann im letzten Jahrtausend (genauer: im Fühjahr 1998) legte ich mir selbst ein Ei, indem ich aus einer Laune heraus eine Web Site zum Thema “Hai” auf die Beine stellte. Da ich dort meinem natürlichen Spieltrieb freien Lauf lassen konnte, bastelte ich unermüdlich an dem Ding herum und mit der Zeit stellte sich tatsächlich weltweit eine treue Stammleserschaft ein, mit der ich zum Teil fleißig korrespondierte. Irgendwann wuchsen mir jedoch, da ich beruflich und privat ziemlich ausgelastet war, die zahlreichen Mails über den Kopf und ich machte den Laden dicht. Die Domains www.squalus.de bzw. www.sharkpool.de lagen für ein paar Jahre brach. Besucher wurden auf der Startseite darauf aufmerksam gemacht, dass “Das Haifischbecken”, unter diesem Namen war die Seite bekannt, nicht mehr bestehen würde. Als ich Heiligabend 2003 die Web Site unter dem Namen “Squalus” neu eröffnete, erklärte ich dort in meinem ersten Posting “Das Haifischbecken” offiziell für tot. Mit Haien hatte “Squalus” eigentlich nichts mehr zu tun.

Für mich war die Sache damit eigentlich erledigt. Allerdings konnte ich in meinen Zugriffsstatistiken immer wieder erkennen, dass “Das Haifischbecken” nach wie vor weltweit verlinkt war. Diese Links führten (bzw. führen) eine nicht unbeträchtliche Zahl von Besuchern immer wieder auf die inzwischen Hai-freie Squalus Site. Ich habe in der Vergangenheit zwar einige Webmaster angeschrieben und um die Löschung der Links gebeten, aber gebracht hat es eigentlich nichts. Nach wie vor laufen Hai-Fans bei “Squalus” in eine Sackgasse, ohne irgendwelche Informationen zum Thema “Hai” zu finden. Also habe ich heute beschlossen, mein letztes Backup des “Haifischbeckens” vom 24.08.1999 wieder online zu stellen. Die Seite geht so ins Web wie sie vor knapp sieben Jahren war und wird voerst auch nicht gepflegt. Wundert euch also nicht, wenn das Design altbacken, die Informationen spärlich, die Navigation verwirrend und die Links tot sind – Es ist einfach nur ein Archiv, um die suchenden Haifreunde, die sich hierher verirren, nicht völlig ins Leere laufen zu lassen. Also: “Das Haifischbecken” ist wieder online und lässt sich aus der Blog-Sidebar heraus aufrufen.



Der Semi-Cineast (Ein Definitionsansatz)
Dienstag, 20. Februar 2007, 16:56 Uhr
Abgelegt unter: Allgemein, Film und Fernsehen, Merkwürdigkeiten

Nun habe ich mich hier in der Vergangenheit schon einige Male als Semi-Cineasten bezeichnet. Googelt man nach diesem Begriff, hält sich die Trefferquote ziemlich in Grenzen. Grund genug, dass ich die Bezeichnung “Semi-Cineast” heute mal offiziell definiere oder es zumindest versuche – Das hat wohl, so wie es aussieht, bisher niemand getan. Die nachstehenden Punkte sind als grober Leitfaden und nicht als unumstößliche Gesetze zu verstehen. Jedem, der sich selbst als Semi-Cineasten bezeichnen möchte, steht es natürlich völlig frei, in einem oder mehreren Punkten von der Regel abzuweichen. Primär möchte ich eigentlich nur erklären, warum ich mich trotz meiner ausgesprochenen Filmsucht nicht als Cineasten bezeichnen würde.

01. Niveau & Bandbreite: Die Welt ist bunt! Der Semi-Cineast ist für (fast) alles offen. So ist er durchaus in der Lage, sich ernsthaft mit Filmen von Rainer Werner Fassbinder, Jean-Luc Godard oder Ingmar Bergman auseinander zu setzen, kann sich aber auf der anderen Seite auch genüsslich und ohne schlechtes Gewissen im Mainstream (z.B. Jerry Spuckeimer Produktionen) oder im Trash (z.B. Italo-Zombies) suhlen. Das Anschauen von Filmen dient dabei verschiedensten Zwecken und reicht von der puren Unterhaltung bis zur bewussten intellektuellen Auseinandersetzung mit Inhalten, Botschaften und Technik. Die Grenzen können dabei durchaus fließend sein. Der Semi-Cineast erhebt bei komplexeren Themen nicht unbedingt den Anspruch, wirklich alles zu verstehen, bemüht sich aber immerhin um eine zufriedenstellende Analyse des Gesehenen. Andererseits kann er zwar “No Brainer” mit Genuss anschauen, lässt sich aber beispielsweise mit Fäkalhumor oder expliziten Gewaltorgien nicht unbedingt unter ein bestimmtes Primitivitäts-Level (Stichwort: “Muuuuhahaha”) ziehen. Der Spagat über ein solch breites Spektrum stößt sowohl beim normalen als auch beim spezialisierten Kinogänger auf ein gewisses Unverständnis. Dem Mainstreamer ist man zu abgehoben und der wahre Cineast vermisst die Abgrenzung ‘nach unten’.

02. Kinobesuche: Nur im Kino ist Kino wirklich Kino! Der Semi-Cineast geht selbstverständlich ins Kino und weiß die Vorzüge der Präsentation eines Films auf großer Leinwand mit gutem Ton durchaus zu schätzen. Doch auch im Kino ist nicht alles Gold was glänzt: Bild- und Tonqualität sind leider eben doch nicht immer optimal und hohe Eintrittspreise und nervige Labertaschen im Publikum lassen so manchen Kinobesuch zur Tortur werden. So bringt der Semi-Cineast durchaus die Geduld auf, die DVD-Veröffentlichung eines aktuellen Streifens abzuwarten. Der Aufbau eines kleinen Heimkinos ist zwar keine Pflicht (schließlich ist das mit nicht unerheblichen Kosten verbunden), bringt aber den Filmgenuss daheim ein wenig näher an das Originalerlebnis heran.

03. Synchronisation: Babylon! Wer sich einen ausländischen Film im Originalton anschaut, erlangt damit die größtmögliche Nähe zum Werk. Nichts wird verfremdet, die Stimme des Darstellers ist ein hundertprozentiger Bestandteil seiner schaupielerischen Leistung. Eine Synchronisation kann immer nur eine Krücke sein, wobei die Qualität von Film zu Film stark variieren kann. Es gibt Streifen, die dermaßen schlecht synchronisiert sind, dass man sich lieber gleich die Originalfassung mit deutschen Untertiteln anschaut. Es ist leider so, dass viele Filme von schlechten Synchros regelrecht kaputt gemacht werden. Auf der anderen Seite gibt es durchaus gelungene Synchros, bei denen es kaum auffällt, dass man ja eigentlich nur Schauspielerei aus zweiter Hand konsumiert. Eine deutsche Synchronisation von Filmen sollte jedenfalls nicht grundsätzlich verdammt werden, denn immerhin ist nicht jeder Zuschauer des Englischen (bzw. jeder anderen Fremdsprache) soweit mächtig, dass er der Handlung eines Spielfilms in vollem Umfang folgen kann. Diesen Aspekt sollte man nicht aus den Augen verlieren, wenn man sich nicht der Ignoranz bezichtigen lassen möchte. Natürlich bieten die meisten DVD-Veröffentlichungen inzwischen die Möglichkeit, den Originalton mit deutschen Untertiteln wählen zu können. Aber auch hier darf man nicht vergessen, dass Untertitel ebenfalls nur eine Krücke darstellen. Denn auch beim “OmU” muss man Kompromisse eingehen: Der Zuschauer bekommt eine weitere Aktivität auf’s Auge gedrückt und muss zusätzlich zum Filmgenuss auch noch die ständig wechselnden Texttafeln lesen. Bei sehr dialoglastigen Filmen kann dies durchaus stressig werden und bei Filmen, die in ihren Einstellungen und Bildern sehr stark wirken, können die Texte das visuelle Erlebnis erheblich stören. Der Semi-Cineast sollte mit diesen verschiedenen Möglichkeiten offen umgehen und stets die für ihn optimale Präsentationsform wählen. Die Festlegung auf eine einzige Form ist nur etwas für unflexible Puristen.

04. cut/uncut: Eine Zensur findet nicht statt! Der Semi-Cineast sieht seine Filme, soweit es möglich ist, ungeschnitten. Beim Sammeln wird diese Regel noch einmal verschärft. Hierbei wird zwischen TV-Aufzeichnungen und Kauf-DVDs unterschieden: Ein geschnittener Film in der Sammlung ist entweder unschön (TV-Aufzeichnung) oder ein peinlicher Schandfleck (Kauf-DVD). Da, entgegen der landläufigen Meinung, nicht nur Horrorfilme verschnippelt werden, ist es umso wichtiger, sich vor jedem DVD-Kauf darüber zu informieren, welchen Silberling man sich letztendlich besorgen möchte. Findet man in heimischen Gefilden keine ungeschnittene Fassung seines Wunschkandidaten, hilft meist nur noch der Import. Der Semi-Cineast nutzt dabei entweder zollsichere Quellen oder bestellt, wenn alle Stricke reißen, mit einem gewissen Konfiszierungsrisiko (”Augen zu und durch”). Das Pochen auf Uncut-Fassungen hängt damit zusammen, dass der Semi-Cineast seine Filme so sehen möchte, wie sie ursprünglich vom Regisseur realisiert wurden. Zudem sollte man sich eine staatliche Zensur, die unter dem Deckmantel des Jugendschutzes daherkommt, nicht ohne weiteres gefallen lassen. Den Vorwurf der Gewaltgeilheit o.ä. kann der Semi-Cineast guten Gewissens und kalt lächelnd an sich abprallen lassen.

05. Filmfestivals & Auszeichnungen: Na, und!? Der Semi-Cineast kann Begriffe wie Oscar, Berlinale, Biennale usw. zwar irgendwie einordnen, allerdings gehen ihm solche Veranstaltungen ziemlich am Arsch vorbei. Meist beweihräuchert sich die Industrie dort doch nur selbst. Schauspieler, Regisseure und Produzenten laufen als lebende Kleiderständer mit einem Dauerlächeln von einem roten Teppich zum nächsten und überschütten sich gegenseitig mit Lobreden. Und wenn dann ein einzelner Film in den meisten Kategorien alle Preise einheimst, ist es doch eigentlich genau so, als wenn Bayern München schon wieder einmal Deutscher Meister wird – Laaaangweilig! Der Semi-Cineast macht sich nicht die Mühe, die Termine in Hollywood, Berlin, Venedig oder Cannes rot im Kalender anzustreichen und steht auch ganz sicherlich nicht mitten in der Nacht auf, um sich die Oscar-Verleihung anzuschauen. Kleinere (lokale) Festivals sind da schon eher interessant, da bei diesen das Publikum oftmals noch eine aktive Rolle spielt.

06. Sehverhalten: Benimm dich! (a) Der Semi-Cineast kann während der Vorstellung im Kino oder bei geselligen Filmabenden seinen Mund halten. Was kann es schlimmeres geben als irgendein Halbhirn, das einem mit seiner Quatscherei (am besten noch in ungedämpfter Lautstärke) einen Film kaputt labert. Im trauten Kreis daheim, kann man, je nach Niveau des Films und Zusammensetzung des Publikums, das Sprechverbot (Schweigegebot?) durchaus auch mal lockern – Im Kino sollte dieses ungeschriebene Gesetz für jeden eine selbst auferlegte Pflicht sein. (b) Toilettengänge im Kino sollten, wenn möglich, vermieden werden, um nichts zu verpassen. Mit einer Magen-Darm-Grippe ins Multiplex? Undenkbar! Wer zu Hause während eines laufenden Films unbedingt auf’s Klo rennen muss, drückt gefälligst die Pause-Taste! (c) Und wenn ein Film noch so schlecht ist: Er wird ohne Rücksicht auf Verluste von vorn bis hinten angeschaut! Nur so kann man sich wirklich ein Urteil über einen Streifen erlauben.

Das sollte zunächst einmal reichen… Ich glotz’ jetzt erstma’ ‘ne Runde Video!



Update Filmsammlung (18.02.2007)
Sonntag, 18. Februar 2007, 23:10 Uhr
Abgelegt unter: Allgemein, Film und Fernsehen

Wenn das Hobby in Stress ausartet… Wieder einmal habe ich meine neuesten DVDs in die Datenbank eingetippt. Ich mache immer drei Kreuze, wenn ich diese Arbeit hinter mir habe. Für die Update-Postings habe ich jetzt übrigens eine neue Kategorie (”Updates Film-DB“) eingerichtet.

Neue Kauf-DVDs:

  1. Die Simpsons – Die komplette Season 8
  2. Dittsche – Das wirklich wahre Leben. Das perlt jetzt aber richtig! Die komplette 3. Staffel
  3. [beschlagnahmter Film, daher keine Nennung des Titels]

Neue TV-Aufnahmen auf DVD:

  1. Indianapolis
  2. Die Truman Show
  3. Ein Froschmann an der Angel
  4. Amerikanisches Roulette
  5. The Fantasticks
  6. Küss mich, Tiger!
  7. Dudley Do-Right
  8. 2030 – Aufstand der Alten – Teil 1: Die Geiselnahme
  9. 2030 – Aufstand der Alten – Teil 2: Das Leben im Untergrund
  10. 2030 – Aufstand der Alten – Teil 3: Das Geheimnis in der Wüste
  11. Gegen die Strömung
  12. Vera Cruz
  13. Arachnophobia
  14. A History of Violence
  15. Vierzig Gewehre
  16. Samaria
  17. Die Buddenbrooks (Teil 1)
  18. Die Buddenbrooks (Teil 2)
  19. Code 46
  20. Hospital
  21. Tic Code
  22. Station Agent
  23. Die Geschichte der Adèle H.
  24. Tolldreiste Kerle in rasselnden Raketen
  25. Der stille Amerikaner
  26. Hanuman – Im Königreich der Affen
  27. 19
  28. Wilbur – Das Leben ist eins der schwersten
  29. Das Ende des Schweigens
  30. Mrs. Dalloway
  31. Der scharlachrote Rock
  32. Arielle, die Meerjungfrau
  33. Puppen unterm Dach
  34. UFOria
  35. Der Rächer wartet schon
  36. White Noise – Schreie aus dem Jenseits
  37. Der Mann aus Virginia (1946)
  38. El Dorado
  39. Die Ehre der Prizzis
  40. Herbie Fully Loaded – Ein toller Käfer startet durch!
  41. Napola – Elite für den Führer
  42. Full Contact
  43. Weiblich, ledig, jung sucht… 2
  44. Kiss of Death
  45. Der Kardinal
  46. Hallo Page
  47. Pandora’s Clock – Killerviren an Bord der 747 (Teil 1)
  48. Pandora’s Clock – Killerviren an Bord der 747 (Teil 2)
  49. Jeepers Creepers – Es ist angerichtet
  50. Boogeyman – Der schwarze Mann
  51. Die letzte Versuchung Christi
  52. An einem Montag wie jeder andere
  53. Charlie Chaplin Film Festival [DOWNLOAD]
  54. The Kid [DOWNLOAD]
  55. Monte Carlo Story
  56. Blutiger Valentinstag
  57. The Challenge – Die Herausforderung

Folgende (S)VCDs konnten durch DVDs ersetzt werden:

  1. Der Hofnarr
  2. Der jüngste Tag
  3. Attacke eines Hais
  4. Sieben
  5. Die Mauer des Zorns
  6. Eierdiebe
  7. Baader
  8. K-Pax – Alles ist möglich
  9. Der Prozess

Doppelt aufgenommen (Grund in Klammern):

“Johnny English – Der Spion, der es versiebte” (Bildqualität der ersten Aufnahme)
“Wie ein wilder Stier” (fehlende englische Tonspur der ersten Aufnahme)

Für die Statistik:

  • Titel insgesamt = 3218
  • auf (S)VCDs = 474
  • auf DVDs = 2744

Wie immer der Hinweis, dass ihr ggf. im Browser die Ansicht aktualisieren müsst, wenn die neuen Titel beim Aufruf der Tabellen nicht zu finden sind.



Salt’n'Wetta
Freitag, 16. Februar 2007, 21:06 Uhr
Abgelegt unter: Allgemein, Merkwürdigkeiten

Streusalz: 3kg für 1,79“When there’s no more room in hell, the dead will walk the earth” – Diesen griffigen Werbespruch für George A. Romeros “Dawn of the Dead” verdrehte ich heute kurzerhand in “When there’s too much room in the fridge, Squalus will walk the supermarket” und verließ mein Krankenlager, um die gähnende Leere, welche sich in den letzten Tagen in meinem Kühlschrank ausgebreitet hatte, mit allerlei Leckereien zu bekämpfen. Wie gut, dass ich vor meinem Arztbesuch am Mittwoch noch am Geldautomaten war. So konnte ich mir heute wenigstens diesen Weg sparen.

Obwohl ich kein ausgesprochener Naturliebhaber und Sonnenanbeter bin, konnte mir das frühlingshafte Wetter heute durchaus ein paar wohlige Gefühle entlocken. Umso mehr erstaunte es mich, dass im Supermarkt um die Ecke immer noch der berühmt berüchtigte Gitterwagen mit dem Streusalz vor dem Eingang stand. Heute war ich jedoch etwas vorsichtiger, knallte mein Handy diesmal nicht auf’s Pflaster und konnte endlich das verspochene Belegfoto schießen. Streusalz bei dem Wetter? Diese Welt ist einfach verrückt!



Es brummt!
Freitag, 16. Februar 2007, 01:03 Uhr
Abgelegt unter: Allgemein, Genervt!, Merkwürdigkeiten

Vor ungefähr fünf oder sechs Jahren sah ich in der Landesschau einen kurzen Bericht über ein merkwürdiges Brummen, das einigen Menschen in Stuttgart und Umgebung nachts den Schlaf raubte. Soweit ich mich noch erinnern kann, wurde zwar nach der Ursache des Geräusches gesucht, aber man fand keine Quelle dafür. Erschwerend kam noch hinzu, dass wohl nur ein sehr kleiner Kreis von Leuten den Ton überhaupt wahrnahm. Zu dieser Zeit übernachtete ich öfter mal in Stuttgart und konnte dem Brummton über einen gewissen Zeitraum ebenfalls wahrnehmen. Irgendwann war er dann auch wieder verschwunden.

Nun brummt’s wieder! Seit einigen Wochen dröhnt in den Nachtstunden ein leiser, aber penetranter Ton unermüdlich vor sich hin. Es ist ein ein an- und abschwellendes niederfrequentes Brummen, einem fernen Propellerflugzeug nicht unähnlich. Erst dachte ich, dass meine beschissene Nachtspeicherheizung dieses Geräusch erzeugen würde. Nachdem ich aber diese Ursache eindeutig ausschließen konnte, vermutete ich eine unentwegt laufende Waschmaschine in der Nachbarschaft. Da kein Schleudergang der Welt stundenlang läuft, konnte ich auch diesen Verdacht schnell beerdigen. Nein, das Brummen kommt irgendwo von außen und wie es ja leider mit niedrigen Frequenzen ist, läßt sich deren Quelle kaum oder gar nicht orten.

Jetzt, in diesem Augenblick kann ich das Geräusch deutlich hören und ich empfinde es als sehr unangenehm. Einen Tinnitus kann ich von der Liste der Verdächtigen streichen, da ich das Geräusch nicht mehr höre, sobald ich mir die Ohren zuhalte. Auch ist der Ton scheinbar nicht immer da, sondern ist nur nachts wahrzunehmen. Das kann allerdings auch damit zusammenhängen, dass er tagsüber von anderen Geräuschen (Straßenverkehr usw.) übertönt wird. Auch ist es so, dass mir das Brummen nicht in jeder Nacht auffällt. Daher kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen, ob diese akustische Nervensäge tatsächlich permanent vorhanden ist oder ob sie nur sporadisch in Erscheinung tritt.

Haltet ihr mich jetzt etwa für gaga, weil ihr nichts hört? Ich bin mit dem Problem jedenfalls nicht allein. Schaut euch mal die Web Site der Interessengemeinschaft zur Aufklärung des Brummtons e.V. (IGZAB) genauer an. Sollte ich mal Zeit und Lust haben, werde ich versuchen, das Brummen mit einem Synthesizer zu simulieren und als MP3 bereitstellen. Aber nicht mehr heute Nacht… zzzzzzzz

NACHTRAG (10:20 Uhr): Mit Hilfe des “Hum-Sumulators” der IZGAB konnte ich das Brummen nun nachbilden und in einem MP3-File (ca. 157 KB) festhalten.