Ki-NO! (Eine Kornwestheimer Endspiel-Impression)
Sonntag, 29. Juni 2008, 12:08 Uhr
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Ausnahmezustand:

Autokino Kornwestheim am 29.06.2008 (Endspiel der Fußball-EM 2008)



Reboot für arte
Mittwoch, 25. Juni 2008, 16:54 Uhr
Abgelegt unter: Allgemein, Film und Fernsehen

Vorgestern hatte ich endgültig die Schnauze voll! Vor einigen Wochen habe ich mir eine “neue” d-box 2 mit Neutrino besorgt, da mein altes Gerät nach und nach immer mehr herumzickte und mir einige Aufnahmen versaut hatte. Vielleicht hätte auch das Einspielen eines neuen Images ausgereicht, aber ich vermutete eher einen Hardwaredefekt und ersteigerte mir daher einen gebrauchten Ersatz – Selbstverständlich wieder mit Neutrino!

Das neue Gerät arbeitet zwar sehr zuverlässig, zeigt allerdings beim Streamen der Tonspuren von Zeit zu Zeit ein paar merkwürdige Eigenarten, die ich trotz intensivster Web-Recherche und zahlreicher Konfigurationsversuche bisher nicht eingrenzen bzw. abstellen konnte. Ich möchte jetzt nicht zu sehr in die Tiefe gehen, aber ich kann mein Problem ja mal mit wenigen Worten grob umreißen: arte sendet auf seinem digitalen Kanal zwei Tonspuren (i.d.R. deutsch und französisch). Nun kam es nach dem Box-Austausch öfter mal vor, dass mein treues Streamingtandem (udrec und XMG) lediglich eine Tonspur erkannt und aufgezeichnet hatte – und das war in einigen Fällen dummerweise nur die französische, mit der ich leider nicht allzuviel anfangen kann. Wie schon geschrieben: Verschiedene Konfigurationsversuche liefen ins Leere. Allerdings ist mir aufgefallen, dass nach einem Reboot der Box alle arte-Tonspuren zuverlässig erkannt und aufgezeichnet wurden. Die schöne IT-Weisheit “Reboot tut gut!” ist also gar nicht so falsch.

Der Knackpunkt an der ganzen Sache: Da ich meine TV-Aufnahmen immer noch mit einer uralten Freeware-Version von XMG (XMediaGrabber) streame, vermisste ich ein sehr paktisches Feature: Es lässt sich mit der von mir verwendeten Version der Software (V0.3.5) leider kein Timer für einen Box-Reboot einstellen, denn dieser ist von Haus aus erst einmal nicht vorgesehen, es sei denn, man fummelt sich eine solche Möglichkeit von Hand zusammen und bindet sie als sogenannten System-Timer in XMG ein.

Nun hatte ich also einen Lösungsansatz für mein Tonspuren-Problem, konnte diesen aber zum Zeitpunkt der Erkenntnis nur manuell ausführen. Das ist natürlich etwas unpraktisch, da man ja nicht bei jeder Aufnahme am PC sitzen und im Bedarfsfall einen manuellen Neustart der Box durchführen kann. Ich grübelte also kurz nach und entschloss mich, den Box-Reboot via DOS-Batch zu automatisieren. Nach ein paar lässig hingerotzten Befehlszeilen stieß ich jedoch bei der Steuerung des Telnet-Zugangs sehr schnell an die Grenzen dieser Vorgehensweise. Ich musste mir also etwas Anderes ausdenken und kam auch nach einigen Minuten auf eine neue Idee.

Gott sei Dank hat mir R., den ich an dieser Stelle übrigens herzlich grüßen möchte, vor über einem Jahr eine Skriptsprache namens AutoIt V3 empfohlen. Zwar habe ich mir damals das ganze Geraffel sofort aus dem Web geholt und mit ein paar kleineren Skripten herumexperimentiert, aber aus Zeitmangel konnte ich leider nie richtig in das Thema einsteigen, so dass es bald wieder in Vergessenheit geriet. Doch nun erinnerte ich mich wieder daran und ich war mir sicher, dass ich damit genau das richtige Werkzeug zur Lösung meines Problems zur Hand hatte.

Ich installierte also AutoIt V3 auf meinem Rechner und suchte mir auf die Schnelle die passenden Kapitel aus der Dokumentation heraus. Binnen 20 Minuten (ich musste mich schließlich noch einlesen) hatte ich mir ein kleines Skript erstellt, mit dem ich meine d-box vom PC aus rebooten konnte. Daraus kompilierte ich mir eine ausführbare EXE-Datei, die ich anschließend ganz einfach über “Usertimer verwalten” als System-Timer in mein angestaubtes XMG einbinden konnte.

Die ersten Testaufnahmen sahen jedenfalls sehr gut aus: Nach jedem automatisch durchgeführten Neustart der d-box wurden beide Tonspuren auf arte problemlos erkannt und aufgezeichnet – Ich kann jetzt also wieder beruhigt zu Bett / zur Arbeit / aus dem Haus gehen, wenn ich meinen Aufnahmetimer auf eine arte-Sendung programmiert habe.

Oh, eigentlich sollte die Geschichte mit dem Reboot-Skript nur die Einleitung für eine ganz andere Sache sein. Da ich mich in nächster Zeit nämlich etwas intensiver mit AutoIt V3 beschäftigen möchte, habe ich mir damit gestern Abend ein kleines Programm gebastelt, das ich schon immer mal schreiben wollte. Da ich heute aber schon so viel geblogt habe, verschiebe ich die Vorstellung des Programms auf mein nächstes Posting. Nur so viel sei verraten: Meine Stammleser düften damit nichts anfangen können, für Elektro-Musiker oder DJs könnte das Ding eventuell ganz praktisch sein.



Lohnende Rechnereien: Im Schnäppchenrausch
Freitag, 20. Juni 2008, 19:47 Uhr
Abgelegt unter: Allgemein, Film und Fernsehen

Vor ein paar Wochen flatterte mir ein sehr reizvolles DVD-Angebot ins virtuelle Postfach. Der Absender war ein großer bekannter Online-Händler, bei dem ich schon seit Jahren zufriedener Kunde bin. Das Angebot war deshalb so reizvoll, weil die Personalisierung bei diesem Anbieter hervorragend funktioniert. Mit Hilfe meines Kauf- und Suchverhaltens der letzten Jahre wurde ein sehr genaues Profil meiner Person erstellt, was mir nun regelmäßig individuell zugeschnittene Werbemails beschert … und diese treffen erstaunlich oft ins Schwarze. Eigentlich sollte mir dieses Ausspionieren meines Konsumverhaltens ziemliche Sorgen bereiten, aber als passionierter DVD-Sammler bin ich für die zugesandten Informationen immer recht dankbar – also nehme ich es mit einem seltsamen Gefühl in der Magengegend hin … Hmmm, je mehr ich darüber schreibe desto erschreckender finde ich die ganze Sache, aber das soll heute ausnahmsweise nicht das Thema sein.

Um noch einmal auf das anfangs erwähnte DVD-Angebot zurückzukommen: In der Mail wurde ich über Preissenkungen im Bereich Anime informiert, was ich mit großem Interesse zur Kenntnis nahm, da ich vor einiger Zeit damit begonnen habe, mir eine kleine aber feine Sammlung mit japanischen Zeichentrickfilmen aufzubauen. Besonders freute ich mich über den deutlichen Preisruck nach unten, der den DVDs der beiden TV-Serien “Ghost in the Shell: Stand Alone Complex” und “Ghost in the Shell: Stand Alone Complex 2nd GIG” zuteil geworden war. Die Scheiben standen schon seit Monaten auf meiner Wunschliste, allerdings hatte ich bisher die nicht ganz unbedeutende Geldausgabe gescheut, die die Anschaffung der insgesamt 16 DVDs mit sich gebracht hätte. Da der Gesamtpreis zum Zeitpunkt des Sonderangebots aber “nur noch” bei etwa €170,– lag, wollte ich endlich Nägel mit Köpfen machen und die lang hinausgezögerte Bestellung parallel zur nächsten Gehaltszahlung tätigen.

Gestern sollte es soweit sein, aber da der Anbieter die Preise in der Zwischenzeit wieder ordentlich erhöht hatte (im Augenblick verlangt er für alle 16 DVDs €269,69!!!), ließ ich mir noch eine Alternative durch den Kopf gehen: Die beiden kompletten TV-Serien gibt es nämlich in Großbritannien als Box Sets mit jeweils sieben DVDs. Da ich Anime aus Prinzip nur im japanischen Original mit Untertiteln anschaue, waren mir die fehlenden deutschen Tonspuren also herzlich egal. Mein Englisch ist Gott sei Dank so gut, dass mir die englischen Untertitel absolut ausreichen. Ich schwenkte also auf die GB-Boxen um und schaute aus reiner Neugier nach den Importpreisen des deutschen Anbieters: Der Preis lag bei €54,99 pro Box – Zusammen also €109,98 und somit €159,71 günstiger als die deutschen Scheiben.

Da besagter Anbieter bei seinen Import-DVDs bekanntlich satte Aufschläge in die Preise rechnet, wusste ich, dass es auch noch günstiger gehen würde und suchte ein namhaftes Online-Auktionshaus auf. Hier wurden die beiden britischen Boxen “Sofort & Neu” für nur €29,99 bzw. €35,99 (jeweils zzgl. €4,99 Versand) angeboten – Der Komplettpreis lag also bei nur noch €75,96. Holla, was für ein Unterschied! Und natürlich kannte ich noch eine weitere Möglichkeit, um ein paar Euronen zu sparen: Das magische Wort lautete “Eigenimport”!

Mein Haus- und Hoflieferant für britische DVDs sitzt auf der schönen(?) Kanalinsel Jersey, bietet eine große Auswahl zu fairen Preisen, liefert schnell und versendet zudem noch versandkostenfrei. Siehe da, die beiden Boxen waren für jeweils umgerechnet €25,49 im Angebot. Binnen Sekunden war die Bestellung getätigt und weil ich schon dabei war, gönnte ich mir noch die Doppel-DVD von “Ghost In The Shell: Stand Alone Complex – Solid State Society” für €12,49. Der Importpreis des o.g. Werbeversenders liegt dafür übrigens bei sagenhaften €28,99!

Fazit: Sofern man aufgrund ausreichender Englischkenntnisse auf deutsche Tonspuren und Untertitel verzichten kann, lohnt sich beim DVD-Kauf auf jeden Fall der Blick ins Ausland. Gerade Filme abseits des Mainstream werden in Deutschland oftmals völlig überteuert angeboten. Lässt man sich meinen kleinen Preisvergleich zwischen den deutschen und den den englischen DVDs der beiden TV-Serien einmal in aller Ruhe auf der Hirnrinde zergehen, sagt die errechnete Differenz von €218,71 wohl mehr als tausend Worte.
Squalus' Anime (Ausschnitt)



Grillen mit Handicap
Montag, 16. Juni 2008, 16:04 Uhr
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Wenn man zu einer Grillfete geht und auf der Einladung steht “Jeder bringt sein Trinken, Essen, Teller, Tasse, Besteck selber mit”, sollte man sich unbedingt sklavisch an diese Anweisung halten, sonst könnte es möglicherweise Probleme geben.

Am letzten Samstag fand auf dem “Stückle” meines hochgeschätzten Bürogegenübersitzers T. aus S. ein Grillfest unter o.g. Bedingungen statt. Die erlesene Gästeliste setzte sich aus dem engeren Kollegenkreis nebst Anhang (ich kam also mit der Dicken) und Kindern (meine Tochter weilte leider andernorts auf irgendeinem Familientreffen mütterlicherseits) zusammen. Etwa eine Stunde vor Beginn der Feier kaufte ich schnell etwas Grillgut ein und dachte – bereits an der Kasse anstehend – sogar noch an zwei Flaschen Mineralwasser. Zu Hause checkte ich kurz die Strecke auf dem Navi und machte mich mit dem Mopped auf den Weg. Zwar standen überall am Himmel graue Wolken und die Wettervorhersage ließ auch nichts Gutes erwarten, aber ich hatte einfach Bock aufs Motorradfahren. Tatsächlich nieselte es nur einmal zu Beginn der Feier; anschließend stabilisierte sich die Lage aus meteorologischer Sicht und es blieb bei angenehmen Temperaturen für den Rest des Abends trocken.

Als vor dem Grillen das Kuchenbuffet eröffnet wurde und ich mir ein schönes Stück Mandarinentorte einpfeifen wollte, fiel mir der Witz ein, den Eddie Murphy in “Der Prinz aus Zamunda” nach dem Abspann erzählt (hier sinngemäß wiedergegeben):

Gast: “Herr Ober, probieren Sie bitte einmal die Suppe.”
Ober: “Ist etwas nicht in Ordnung? Ist sie zu heiß oder zu kalt?”
Gast: “Probieren Sie einfach mal.”
Ober: “Ist sie vielleicht versalzen?”
Gast: “Probieren Sie sie doch.”
Ober: “Ok! …. Wo ist der Löffel?”
Gast (anerkennend): “Ahaaa!”

Mir fehlte allerdings nicht nur der Löffel, sondern auch noch Messer, Gabel, Teller und Trinkgefäß. Eigentlich hatte ich beim Einkaufen sogar noch daran gedacht, diese Utensilien einzupacken … danach allerdings nicht mehr. So stand ich also vor der Frage, wie ich mir meine beiden Putenschnitzel und die drei Bratwürste ohne Besteck einverleiben sollte. Nachdem ich mir wenigstens einen Teller von T. borgen konnte (Messer und Gabel waren aber partout nicht aufzutreiben), schwenkte ich bei der Süßkramauswahl auf einen superleckeren sahne- und somit schmierfreien Apfel-Zimt-Kuchen um, der sich problemlos mit blanken Fingern essen ließ.

KleckersandwichFür das Fleisch legte ich mir einen Sandwichplan zurecht: Einfach die Schnitzel zwischen zwei Brötchenhälften und fertig ist die Laube. Beim ersten Schnitzel war ich allerdings so blöd und klatschte mir eine satte Schicht Tzaziki unter das tote Geflügel, was beim Essen unweigerlich zu siffigen Fingern und einem verschmierten Bart führte. Zum Beweis, dass man (manchmal jedenfalls) aus Schaden klug wird, verzichtete ich bei der zweiten Portion auf die Unterlage aus Knoblauchquark und versuchte es diesmal mit Dippen, was die Kleckerei auf ein Minimum reduzierte. So wurde ich also auch ohne Besteck noch satt. Die übrig gebliebenen Bratwürste habe ich mir dann am Sonntag zum Mittagessen gebraten … und mit Messer und Gabel gegessen. Wie gut, dass ich mir wenigstens zu Hause über solche Dinge keine großen Gedanken machen muss. “There’s no place like home!

BTW: Heute tauchten die ersten (unvorteilhaften) Fotos vom Grillfest auf. Ich sollte mir dringend Gedanken über einen vernünftigen Haarschnitt machen.



Dicke Reloaded
Freitag, 13. Juni 2008, 22:54 Uhr
Abgelegt unter: Allgemein, Bloggen, Motorrad

Wenn man in der Bildsuche von Google nach “BMW K 1100 LT” sucht, dann findet man in der Trefferliste relativ weit oben ein Foto meiner Dicken. Wenn ich meinen Zugriffstatistiken glauben darf, wird die o.g. Suche recht häufig durchgeführt und der Link zu meinem Blog entsprechend oft angeklickt. Es besteht in der Online-Community also durchaus ein Interesse an LT-Bildern.

Zwar habe ich in meinem Blog eine Galerie verlinkt, allerdings halten sich die Zugriffe dort in überschaubaren Grenzen. Der Link zum Fotoalbum ist in der Sidebar etwas versteckt und die Bilder werden von Suchmaschinen scheinbar nicht gefunden – Das sind nicht unbedingt optimale Voraussetzungen, wenn man Bilderjägern etwas Interessantes anbieten möchte. Da ich vor einiger Zeit das Plugin myGallery ins Blog integriert habe, starte ich heute einfach mal den zaghaften Versuch, etwas am Schattendasein meiner Mopped-Bilder zu ändern. Viel Spaß damit!

BMW K 1100 LT SE - CockpitBMW K 1100 LT SE - CockpitBMW K 1100 LT SE - FrontBMW K 1100 LT SE - FrontBMW K 1100 LT SE - KofferBMW K 1100 LT SE - HeckBMW K 1100 LT SE - KofferBMW K 1100 LT SE - Scheibe obenBMW K 1100 LT SE - Scheibe untenBMW K 1100 LT SE - Seite linksBMW K 1100 LT SE - Seite rechtsBMW K 1100 LT SE - HeckBMW K 1100 LT SE - HeckBMW K 1100 LT SE - LinksBMW K 1100 LT SE - RechtsBMW K 1100 LT SEBMW K 1100 LT SEBMW K 1100 LT SE - FrontBMW K 1100 LT SE - Scheibe obenBMW K 1100 LT SE - Scheibe unten


Ich hab’ was an den Ohren (…und das ist gut so!)
Montag, 9. Juni 2008, 17:12 Uhr
Abgelegt unter: Allgemein, Motorrad

Am vergangenen Montag habe ich mir ja einen Eigenbau-Navihalter an meine Dicke geschraubt, allerdings gab es danach noch eine klitzekleine Frage zu klären: Wie sollten die geprochenen Richtungsanweisungen während der Fahrt an mein Ohr gelangen? Alle notwendigen Informationen werden zwar auch über das Display ausgegeben, aber ich kann ja nicht die ganze Zeit auf die Karte glotzen, zumal diese je nach Sonnenstand auch nicht immer optimal ablesbar ist. Den eingebauten Winz-Lautsprecher kann man jedenfalls auf dem Mopped getrost vergessen.

Für die Sprachübertragung wäre natürlich irgendeine Bluetooth-Lösung perfekt gewesen – Keine Kabel und ggf. sogar noch Freisprechmöglichkeit für das Handy, doch leider bietet das Medion MD 96700 keine Bluetooth-Schnittstelle. Wenigstens hat das Teil einen Kophörerausgang, so dass immerhin die Möglichkeit einer Verkabelung besteht.

Zuerst spielte ich mit dem Gedanken, den Kopfhörerausgang des Navis via Adaptercassette mit dem Radio zu verstöpseln und die gesprochenen Anweisungen über die Bordlautsprecher ausgeben zu lassen. Insgesamt sprachen drei Gründe gegen diese Lösung:

  • 1. Die abschließbare Radioabdeckung müsste für die Dauer einer navigierten Tour offen bleiben. Das bedeutet umständliches Kabelgestecke und Radiowegschließen bei jeder Pause; ansonsten Diebstahlgefahr.
  • 2. Die Richtungsanweisungen wären bei höheren Geschwindigkeiten evtl. nicht zu verstehen.
  • 3. In geschlossenen Ortschaften wäre es mir ziemlich peinlich, wenn z.B. “Jetzt links abbiegen” aus den Lautsprechern plärren würde. So extrovertiert bin ich nun auch wieder nicht.

Meine zweite Idee war mir schon ein wenig sympathischer, wurde aber aufgrund einer gewissen “Fummeligkeit” sehr schnell verworfen. Eigentlich hätte ich ja den Kopfhörerausgang einfach direkt mit einem Paar Ohrhörer verbinden können, aber das Einsetzen der Stöpsel erschien mir schlicht und ergreifend zu umständlich. Jedes Auf- oder Absetzen des Helms wäre mit einem Rein- bzw- Rauspfriemeln der Ohrhörer verbunden gewesen – Netter Ansatz, aber leider noch zu umständlich!

Letztendlich habe ich mich dafür entschieden, mir ein Paar Lautsprecher in den Helm zu kleben. Da mein Plastikhut (Schuberth Concept) mit den entsprechenden Aussparungen für den Einbau einer Bordsprechanlage vorbereitet war, brauchte ich mir im Motorrad-Fachhandel nur einen Satz Helm-Speaker (ca. € 20,–) zu besorgen und konnte sofort loslegen… Naja, ich musste mir vorher noch einen Torx-Schraubendreher im Baumarkt besorgen. Wer hat soetwas schon in der Werkzeugkiste? Der Einbau war Dank einer Anleitung aus dem Web relativ unkompliziert und nach einer Viertelstunde konnte ich die Lautsprecher ausprobieren – Es funktionierte alles bestens! Wahrscheinlich muss ich demnächst noch einmal am Helm herumschrauben, da die Speaker einen Tick zu weit oben liegen und minimal auf die Ohren drücken. Da die Lautsprecher aber mit Klettband im Helm befestigt sind, sollte diese Nachkorrektur aber keine große Aktion werden.

Die Anschlussbuchse der Lausprecher lässt sich übrigens bei Nichtbenutzung ins Nackenpolster des Helms drücken, wo sie nicht weiter stört.



Totgesagte leben länger
Sonntag, 8. Juni 2008, 18:19 Uhr
Abgelegt unter: Allgemein, Bloggen

Für eine ganze Weile war er völlig von der Rolle, doch nun ist er wieder drauf … auf meiner Blogroll. Stiggi hat sich zombiegleich aus der Versenkung zurückgemeldet und blogt nun wieder. Ich wünsche von dieser Stelle alles Gute und eine erfolgreiche Auferstehung. Mögen ihm allzeit die richtigen Worte in die Tastatur fließen.

Ich selbst bin heute allerdings viel zu faul zum Bloggen, deshalb soll es das auch schon wieder gewesen sein…



Stabile Navi-Halterung und mangelnde Bodenhaftung
Montag, 2. Juni 2008, 21:30 Uhr
Abgelegt unter: Allgemein, Motorrad

Heute konnte ich endlich die Eigenbau-Haltevorrichtung für mein Navi in Empfang nehmen. Mein Kollege “Ka-oss” hat mir das Dingens in den letzten Tagen netterweise zusammengebastelt, da es mir an der entsprechenden Werkstatt bzw. an den benötigten Werkzeugen mangelte. Von einer ins Web gestellten Bauanleitung eines K 1200-Fahrers inspiriert, tüftelten wir eine ähnliche Lösung für meine K 1100 LT aus, die sogar noch einen Tick simpler ist.

Letztendlich handelt es sich bei der Halterung um ein 10mm-Aluminiumrohr, das an den Enden abgeflacht und angebohrt wurde. Dieses Teil wurde mittels zweier Schrauben an den oberen Gewinden der Innenverkleidung befestigt. An diese Stange wurde der originale Fahrradhalter aus dem Lieferumfang des Medion MD 96700 geschraubt. Der Dämmgummi einer Rohrschelle (Baumarkt) gleicht den Unterschied zwischen dem Durchmesser des Alurohrs und des Fahrradhalters aus und sorgt außerdem für eine hervorragende Vibrationsdämpfung. Eine Halteschale von einem Drittanbieter (im Web gefunden) kann nun einfach auf den Fahrradhalter geklickt werden, um das Navi aufzunehmen. Die Stromversorgung erfolgt über das originale Medion-Autoladekabel, welches über einen Adapter (Campingbedarf) mit der Bordsteckdose am Lenker verbunden wird. (Das Kabelwirrwarr auf dem Bild sieht übrigens chaotischer aus als es in Wirklichkeit ist und stört beim Fahren nicht weiter!)

Medion MD 96700 an einer BMW K 1100 LT SEEigenbau-Navihalter BMW K 1100 LT SE

Natürlich war ich neugierig, ob die ganze Konstruktion auch etwas taugte. Also machte ich mich sofort zu einer kleineren Tour auf, um irgendwelchen Macken auf die Spur zu kommen. Ich konnte keine Probleme feststellen. Die Ablesbarkeit der Navis ist in der prallen Sonne natürlich etwas eingeschränkt, grundsätzlich aber noch ganz in Ordnung. Vibrationen vom Motor oder Stöße vom Fahrwerk steckt das Ding dank Dämmgummi auf dem Rohr und Gummidichtungen an der Verschraubung sehr gut weg. Zwar hatte ich anfangs Zweifel, ob mir das Gerät nicht beim ersten großen Schlagloch aus der Halteschale flutschen würde, aber in der Praxis zeigte sich sehr schnell, dass diese Befürchtung völlig unbegründet war. Das Medion blieb auch auf unruhiger Strecke, wo es hingehörte.

Schade ist nur, dass es mir bisher nicht gelungen ist, die Navigations-Software simultan zum “Noni GPSPlot” laufen zu lassen. Das Programm, welches zuerst gestartet wird, sichert sich exklusiv den Zugriff auf die GPS-Hardware – Das zweite bekommt grundsätzlich keinen Satellitenempfang. So bleibt mir augenblicklich nur die Qual der Wahl: Entweder ich navigiere oder ich zeichne die gefahrene Strecke auf. Beides geht leider (noch) nicht.

Auf meiner Tour (In “Google Maps” leider in Segmente aufgeteilt – Besser das KML-File komplett in “Google Earth” anzeigen) hätte ich mich übrigens beinahe auf die Fresse gelegt. Kurz hinter Etzlenswenden kam ich in einer Rechtskurve auf einen durch die Hitze seifig gewordenen Bitumenstreifen, wobei die Maschine ins Rutschen geriet. Ich habe keine Ahnung, ob das Hinter- oder das Vorderrad ausbrach – Es ging einfach alles viel zu schnell! Im Bruchteil einer Sekunde stemmte ich den rechten Fuß nach außen, was die wegrutschende Maschine wieder aufrichtete, die sich mit heftigem Lenkerflattern (oder war es das ABS, weil ich die Handbremse zog? – Keine Ahnung!) auf der Gegenfahrbahn wieder stabilisierte. Wenn mir da ein Auto entgegen gekommen wäre, würde ich jetzt wahrscheinlich nicht mehr darüber bloggen. Meine Reaktion auf diesen glimpflich abgelaufenen Rutscher war übrigens ein anerkennendes Pfeifen – Mehr nicht! Kein Herzrasen, kein Fluchen, kein Anhalten und Luftholen! Ich fuhr einfach weiter und war mir wieder einmal meiner Sterblichkeit bewusst geworden. Nach Bitumen auf der Straße werde ich jedenfalls in der Zukunft noch intensiver Ausschau halten, zumal ich bei Prevorst beim Abbiegen noch einmal ins Rutschen kam (allerdings nicht so heftig). Verdammtes Teufelszeug!