Temporärer Reptilienbesitz
Mittwoch, 15. Juli 2009, 20:02 Uhr
Abgelegt unter: Allgemein, Merkwürdigkeiten

Als ich vorhin zum Einkaufen ging, krauchte mir nach einigen Metern plötzlich eine Landschildkröte entgegen. Ob sie nun griechisch und/oder römisch und/oder orthodox war, kann ich als absoluter Reptilien-Laie beim besten Willen nicht sagen. Nun war mir die Art eigentlich auch relativ schnurz – Mir gingen eher knirschend-knackende Unfallszenarios durch den Kopf, da sich das gepanzerte Tier langsam aber bestimmt seinen Weg auf den Parkplatz vor dem Haus bahnte. Um das Wohl der Schildkröte besorgt, griff ich also beherzt zu und stand nun etwas ratlos in der Landschaft herum.

Davon ausgehend, dass mein neuer Freund wahrscheinlich nicht zu den Marathonläufern der Herpetofauna gehörte, schloss ich darauf, dass sich sein Fluchtweg in überschaubaren Grenzen gehalten haben musste. Ich bimmelte also an der erstbesten Haustür und wartete. Während ich dort stand, fuhr “Kröti” einige Male den Kopf ein und aus, was in mir recht seltsame Assoziationen auslöste, die hier nicht weiter erläutert werden sollen. Soviel sei verraten: Ein Schildkötenhals kann durchaus unanständig aussehen. Naja, nach einer Weile öffnete eine Frau die Tür und war mehr als erstaunt als ich ihr das Tier entgegenhielt. Ja, die Schildkröte gehörte wirklich ihr und aus ihrer Verblüffung konnte ich schließen, dass sie sie zu diesem Zeitpunkt eigentlich an einem ganz anderen Ort wähnte.

Oh Mann, das kam mir alles so surreal vor. Und das ausgerechnet zu einer Zeit, in der ich sowieso schon völlig neben der Spur bin.


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