Meine Call-Center-Bremse
Donnerstag, 1. Februar 2007, 18:18 Uhr
Abgelegt unter: Allgemein, Genervt!, Merkwürdigkeiten

Telefon mit ABDa unser Büro den ganzen Tag über mit SWR3 beschallt wird, kommt es von Zeit zu Zeit auch mal vor, dass ich trotz konzentrierter Arbeit zum Zuhören komme. Heute ging es um eines meiner Lieblings-Hassthemen, also konnte ich nicht anders und hörte etwas genauer hin. Es ging um unerwünschte Werbeanrufe – Eine Sache, die mir irgendwann so extrem auf die Nüsse ging, dass ich seit über einem Jahr so gut wie gar nicht mehr direkt ans Telefon gehe, wenn es klingelt, sondern meinem permanent eingeschalteten Anrufbeantworter das Abwimmeln überlasse. Als im Radio das Thema angekündigt wurde, fühlte ich mich schon fast persönlich angesprochen und verfasste auf die Schnelle eine “Mail ins Studio”, in der ich kurz meine Methode der Call-Center-Abwehr beschrieb.

Ich schwöre an dieser Stelle aufrichtig, dass es mir nicht darum ging, unbedingt meinen Namen im Radio hören zu wollen – so mediengeil bin ich nun wirklich nicht. Nee, mir brannte das Thema einfach nur so sehr auf der Seele, dass ich schlicht und ergreifend meinen Senf dazu loswerden wollte. Da ich bisher von Freunden und Bekannten ein recht positives Feedback zu meinem AB-Spruch bekommen habe, dachte ich, dass ich mit meiner Mail vielleicht irgendetwas Brauchbares zum Thema beisteuern könnte. Nach dem Absenden ging ich erst einmal in die Mittagspause.

Als ich vom Essen zurückkehrte lief der Beitrag bereits seit einiger Zeit und nach ein paar Minuten war das Thema dann auch abgehakt. Falls meine Mail tatsächlich vorgelesen wurde, habe ich es wohl verpasst; aber das ist auch nicht weiter wichtig. Als ich nach Hause kam, war ich jedoch ziemlich überrascht, dass tatsächlich jemand (Redakteurin? Moderatorin?) von SWR3 bei mir angerufen hatte, um sich die AB-Ansage anzuhören und anschließend noch etwas Nettes auf’s Band (heutzutage eher: Auf den Speicherchip) zu sprechen.

Da heute ansonsten nichts Besonderes passiert ist und diese Story quasi das Highlight des Tages darstellt, habe ich mir einfach mal die Mühe gemacht, meinen AB-Spruch und die Antwort der SWR3-Mitarbeiterin zusammenzuschneiden und als MP3 zum Download (ca. 505 KB) anzubieten. Vielleicht nimmt sich ja der eine oder andere meine AB-Ansage als Anreiz für einen eigenen Text, um diesen nervigen Call-Center-Terroristen endlich mal Paroli zu bieten.

BTW: Dass mein Realname im MP3 genannt wird, ist mir ziemlich schnurz, da man ihn auch im Impressum nachlesen kann. Das soll aber nicht heissen, dass ich auch damit angesprochen werden möchte: Für euch immer noch SQUALUS!!!


2 Kommentare bisher
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[...] Seit meine Kontaktdaten auf diversen Robinsonlisten stehen, haben die Angriffe durch die Call-Qaida enorm nachgelassen. Zwar versuchen hie und da noch ein paar Kaltaquise-Assassinen, mir mit unterdrückter Rufnummernanzeige ein Gespräch aufzuzwingen, aber da ich bei anonymen bzw. unidentifizierbaren Anrufern grundsätzlich nicht an die Strippe gehe und diese Fälle auch nur noch sehr selten vorkommen, hält sich die Belästigung in Grenzen. Wer es trotzdem mit penetranter Hartnäckigkeit darauf anlegt, darf sich mit der callcentrophoben Ansage meines Anrufbeantworters auseinandersetzen. [...]

Pingback von Squalus am 28.08.2008 um 16:49

[...] live mitverfolgen, als „unbekannt“ auf dem Telefon erschien. Da ich unbekannte Anrufer auch nicht leiden kann, ging ich nicht ran. Das erledigte der AB, auf dem zu hören war: „T-Com [...]

Pingback von DSL-Wechsel leicht gemacht | vanclan.de am 22.05.2020 um 07:22



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